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Aktuelles

Einwandfreies Trinkwasser aus der Hausinstallation
21.03.2012

Vorsorgemaßnahmen und Problemvermeidung


Sauberes Trinkwasser ist in Deutschland in der allgemeinen Wahrnehmung eine Selbstverständlichkeit – in jedem Haushalt zu jeder Zeit in unbegrenzter Menge verfügbar.

Deshalb kommt der Qualitätsüberwachung des Trinkwassers ein großer Stellenwert zu, geregelt in der bundeseinheitlichen Trinkwasserverordnung (TrinkwV), zuletzt geändert zum 01.11.2011 . Die allgemeinen Anforderungen sind dort wie folgt formuliert :

„Trinkwasser muss so beschaffen sein, dass durch seinen Genuss oder Gebrauch eine Schädigung der menschlichen Gesundheit insbesondere durch Krankheitserreger nicht zu besorgen ist. Es muss rein und genusstauglich sein.“

Die Wasserversorger in unserer Region liefern nahezu immer qualitativ hochwertiges Trinkwasser. Nur sehr selten kommt es zu Problemen, verursacht durch extreme Witterungsereignisse oder andere Fremdeinflüsse. Aber wie sieht es hinter der Wasseruhr aus, an der die Verantwortung des Wasserversorgers endet ? Jeder Hausbesitzer gilt im Sinne des Gesetzes als „Inhaber einer Wasserversorgungsanlage“ und ist somit verpflichtet, seinen Mietern einwandfreies Trinkwasser zur Verfügung zu stellen.

Grundvoraussetzung bei allen Neuinstallationen oder Reparaturen des Leitungsssystems und der Armaturen ist die Verwendung von Bauteilen und Materialien, die ein Zertifikat für die Trinkwassernutzung besitzen. Informationen dazu hat jeder Sanitär-Fachbetrieb und lassen sich darüber hinaus beim Deutschen Verein des Gas- und Wasserfachs (DVGW) oder beim Umweltbundesamt (KTW-Leitlinie) finden. Dies gilt sinngemäß auch für Aufbereitungsanlagen wie z.B. eine Enthärtung. Bei Problemen mit der Wasserqualität sind auch die mieterseitig angebrachten Armaturen, die evtl. nicht den Vorgaben entsprechen, zu berücksichtigen.

Trinkwasser ist ein verderbliches Lebensmittel und kann nur begrenzte Zeit in der Installation verweilen, ohne seine Qualität zu verlieren. Es ist daher angeraten, selten genutzte Entnahmestellen (Keller, Garage, Gäste-WC usw.) regelmäßig zu nutzen und damit die Leitungen zu spülen. Auch vor der ersten Nutzung am Morgen sollte das Wasser ablaufen, bis es als „frisch“ empfunden wird. Besonders die Abgabe von Metallen wie Eisen und Zink (aus verzinkten Eisenrohren in älteren Installationen), Blei (aus Messingbauteilen) oder Kupfer (aus Kupferinstallationen) lassen sich so vermeiden.

Auch die Vermehrung von Krankheitserregern wie Fäkalbakterien und Legionellen kann damit verhindert werden. Legionellen sind seit der Einführung eines „Technischen Maßnahmenwertes“ in der TrinkwV verstärkt ins Blickfeld gerückt. Sie kommen üblicherweise im Trinkwasser in so geringen Konzentrationen vor, dass sie hygienisch nicht relevant sind. In Trinkwasserinstallationen, in denen das Wasser erwärmt ist, können sie sich unter Umständen sehr stark vermehren und zu Erkrankungen beim Menschen durch das Einatmen von Aerosolen (Duschen) führen. Die Besiedlung der Trinkwasserinstallation durch Legionellen kann neben der o.g. regelmäßigen Nutzung nur durch eine Temperatur von >60°C am Austritt des Trinkwassererwärmers (Boiler) wirkungsvoll verhindert werden. Die Kaltwasserzuleitung muss gegen Erwärmung geschützt werden. Dezentrale Durchfluss-Trinkwassererwärmer (Durchlauferhitzer) können in der Regel ohne weitere Maßnahmen betrieben werden.

Durch wenige Vorsorgemaßnahmen ist so im gesamten Haus einwandfreies Trinkwasser verfügbar und ein hochwertiges Lebensmittel garantiert.

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